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Ärzte fordern Steuern auf zuckerhaltige Getränke

Archivmeldung vom 21.02.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.02.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Limo: Zucker führt zu Übergewicht. Bild: pixelio.de, Katharina Scherer
Limo: Zucker führt zu Übergewicht. Bild: pixelio.de, Katharina Scherer

Zuckerhaltige Getränke sollen wie Zigaretten besteuert werden, um der Ausbreitung der in Großbritannien grassierenden Fettsucht Einhalt zu gebieten. Das fordert die Academy of Medical Royal Colleges. Die Vereinigung der britischen Ärzte verlangt steuerliche Abgaben zu erheben, die die Preise für Limonaden um bis zu 20 Prozent erhöhen. Auf diese Weise hofft man, den Konsum zu reduzieren. Eine derartige Strategie hat bereits bei Zigaretten und Alkohol zu Umsatzrückgängen geführt.

In Ungarn wurde 2011 eine Steuer auf Lebensmittel eingeführt. Der Quartalsumsatz bei zuckerhaltigen Getränken sank innerhalb eines halben Jahres von 117 auf 69 Mio. Liter. Positive Auswirkungen auf die Gesundheit der Kubaner hatte der Zusammenbruch der kubanischen Wirtschaft Ende der 1980er-Jahre, argumentiert Simon Capewell von der University of Liverpool für die Ergebnisse seiner Studie.

Aus Geldnot nahmen die Kubaner durchschnittlich 1.000 Kalorien am Tag weniger zu sich. Innerhalb von rund zehn Jahren halbierten sich die Fälle von Fettsucht. Diabetes und Herzanfälle verringerten sich um 51 respektive 35 Prozent. Die Details von Capewells Untersuchung wurden im American Journal of Epidemiology http://aje.oxfordjournals.org veröffentlicht.

Maßnahmenkatalog vorgestellt

Die Academy of Medical Royal Colleges fordert aber nicht nur Steuern auf zuckerhaltige Limonaden. Es wurde ein ganzer Maßnahmenkatalog zusammengestellt. Zu den wichtigsten Punkten gehört ein verpflichtender Ernährungsstandard in allen britischen Krankenhäusern, ein Verbot von Fast-Food-Läden in der Nähe von Schulen und Universitäten sowie eine Ampeldeklaration für Nahrungsmittel, die Informationen über die enthaltenen Kalorien liefert. Zusätzlich sollen auch Restaurants Kennzeichnungen für den Kaloriengehalt der angebotenen Speisen erhalten.

Quelle: www.pressetext.com/Michaela Monschein

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