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Ermittlungen wegen Manipulationen bei Lebertransplantationen

Archivmeldung vom 28.09.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.09.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Martin Büdenbender / pixelio.de
Bild: Martin Büdenbender / pixelio.de

Auch in Münster ermittelt die Staatsanwaltschaft nun wegen Manipulationen bei Lebertransplantationen. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" in ihrer Samstagsausgabe unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft Münster. Es habe sich ein Anfangsverdacht ergeben, der die Einleitung von Ermittlungen erforderlich mache, sagte Oberstaatsanwalt Heribert Beck der SZ auf Anfrage.

Zunächst werde gegen einen Leiter einer Klinik für Transplantationsmedizin als formal Verantwortlichem ermittelt. Ob es gegen ihn oder andere Ärzte zur Anklage kommt, werde sich aber erst in einigen Monaten entscheiden, so Beck.

Anfang September hatte der Bericht der bei der Bundesärztekammer angesiedelten Prüfungs- und Überwachungskommission (PÜK) zu den 24 deutschen Lebertransplantationszentren systematische Verstöße gegen die Richtlinien auch am Universitätsklinikum Münster aufgezeigt. Zuvor war diesbezüglich schon eine anonyme Anzeige bei der Staatsanwaltschaft eingegangen. Die Prüfung des PÜK-Berichts habe nun Anlass zu weiteren Ermittlungen gegeben, so Beck.

Auch in Regensburg, Leipzig und München ermitteln die Staatsanwaltschaften; in Göttingen steht der ehemalige Leiter der Transplantationschirurgie derzeit vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, Gesundheitsdaten von Patienten so manipuliert zu haben, dass sie vorzeitig eine Spenderleber zugeteilt bekamen. Andere Patienten sollen in der Folge verstorben sein.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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