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Experte: Integration ausländischer Ärzte "nicht unproblematisch"

Archivmeldung vom 30.09.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.09.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Thommy Weiss / pixelio.de
Bild: Thommy Weiss / pixelio.de

Der westfälische Ärztekammerpräsident Theodor Windhorst warnt vor Schwierigkeiten bei der Integration ausländischer Mediziner: Zwar gelten Flüchtlinge mit ärztlicher Erfahrung als Paradebeispiel willkommener Migranten, doch deren Integration sei "nicht unproblematisch", so Windhorst in der Wochenzeitung "Die Zeit".

"Es gibt schon Krankenhäuser, in denen 80 Prozent der Ärzte einen Migrationshintergrund haben." Das führe zu schwierigen Situationen: "Die Leute verstehen sich manchmal untereinander nicht gut, das Gespräch mit den Patienten wird schwierig", sagte Windhorst. Der Experte für die Integration ausländischer Mediziner erlebt die Folgen des wachsenden Zustroms besonders intensiv: In Westfalen-Lippe gibt es prozentual die meisten ausländischen Ärzte in Deutschland. "Gut 50 Prozent unserer Nachwuchsmediziner, die seit 2012 eingestellt wurden, haben einen Migrationshintergrund – und etwa die Hälfte davon kommt aus nicht europäischen Ländern", so Windhorst. Das führe mittlerweile in vielen Krankenhäusern zu dieser Arbeitsteilung: "Die ausländischen Ärzte stehen im Operationssaal, wo man kaum mit Patienten reden muss – die deutschen Mediziner kümmern sich um die Bürokratie, die Kommunikation und die Patientenaufklärung." Doch nur "Papierkram" machen zu müssen, das sei "für jeden Arzt irgendwann unbefriedigend". Windhorst plädiert daher dafür, "streng auf die Qualitätsstandards" ausländischer Mediziner zu achten und sich stärker am US-System einer rigorosen Prüfung zu orientieren. Denn im Grunde würden geflüchtete Mediziner hier dringend gebraucht: "Wenn wir hierzulande keine Ärzte aus nicht europäischen Ländern hätten", sagte Windhorst, "dann würde unser Gesundheitssystem schon heute zusammenbrechen."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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