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"Fötus-Partys" kommen nach Deutschland

Archivmeldung vom 15.08.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.08.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
3D-Darstellung eines menschlichen Fötus. Deutlich erkennbar sind Gesicht und beide Hände.
3D-Darstellung eines menschlichen Fötus. Deutlich erkennbar sind Gesicht und beide Hände.

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Noch bis vor Kurzem war man ziemlich hip, wenn man für die werdende Mutter eine Babybauch-Party mit rosa Wimpelchen, Windeltorte und Schärpe "Mum to be" organisierte... Aber: Babyshower war gestern. Heute geht die gefeierte Vorfreude einen Schritt weiter: Zur "Fötus-Party", berichtet die Zeitschrift ELTERN in ihrer aktuellen Ausgabe (Heft 9/2012).

In extra dafür eingerichteten Ultraschall-Studios kommen werdende Eltern, ihre Familien und Freunde zusammen, um das Ungeborene in 3-D zu bestaunen. Für rund 100 Euro machen geschulte Laien Aufnahmen vom Ungeborenen, eine DVD mit den eindrucksvollsten Bildern gibt es gegen einen Aufpreis.

Babyfernsehen ohne medizinische Indikation - in Großbritannien oder Holland gehört das längst zum Schwangerenalltag. Jetzt haben auch bei uns die ersten Ultraschall-Studios eröffnet: eines im bayerischen Aichach, eines in Erfurt. Markus Heckemann, Betreiber des Studios "Babyfacing" in Aichach, hat Großes vor. Schon bald soll die ganze Republik im Franchise-System mit seinen Studios versorgt sein.

Die Amerikaner zeigen uns, wohin der zweifelhafte Trend führt: In den USA werden längst "Fötus-Partys" veranstaltet, bei denen zu Hause ein Ultraschallgerät mit mehreren Bildschirmen aufgestellt wird, um das Ungeborene dreidimensional zu präsentieren, während sich die Gäste bei Prosecco und Fingerfood amüsieren.

Kann man mögen, muss man aber nicht, meint ELTERN.

Quelle: Gruner+Jahr, ELTERN (ots)

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