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Immer mehr deutsche Patienten bekommen Hanf auf Rezept

Archivmeldung vom 06.02.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.02.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Hanf (lateinischer Begriff Cannabis)
Hanf (lateinischer Begriff Cannabis)

Bild: pixelio.de, Susanne Schmich

Immer mehr schwerkranke Menschen in Deutschland bekommen Hanf auf Rezept. Laut einer Umfrage des "Handelsblatts" unter den drei großen Krankenkassen AOK, Techniker Krankenkasse (TK) und Barmer wurden im vergangenen Jahr mehr als 18.400 Anträge auf Kostenerstattung gestellt.

Rund zwei Drittel dieser Anträge, also knapp 12.500, wurden bewilligt. 2017 waren von den drei Kassen mehr als 9.300 Anträge bewilligt worden. Damit ist die Zahl der bewilligten Anträge um etwa 30 Prozent gestiegen. Allerdings war Hanf für therapeutische Zwecke erst ab dem 10. März 2017 zugelassen und nicht schon von Jahresbeginn an. Die drei großen Krankenkassen AOK, TK und Barmer stehen mit insgesamt rund 45 Millionen Mitgliedern für mehr als 50 Prozent des Marktes der gesetzlichen Krankenversicherung.

Insgesamt haben die drei Kassen seit der Hanf-Freigabe als Medizin mehr als 21.500 Anträge auf Kostenerstattung genehmigt. Die Genehmigungsquote liegt insgesamt bei rund zwei Dritteln, allerdings gehen die Zahlen bei den einzelnen Kassen auseinander. Bei den insgesamt elf Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK), bei denen im vergangenen Jahr 10.900 Anträge eingingen, lag die Genehmigungsquote bei durchschnittlich 63 Prozent. Die TK hatte 2018 von den 2.200 eingegangenen Anträgen rund 68 Prozent bewilligt, bei der Barmer lag die Quote mit 71 Prozent von insgesamt 5.349 Anträgen noch etwas höher.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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