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"Das sind keine Lutschbonbons"

Archivmeldung vom 16.09.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.09.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Andrea Damm / pixelio.de
Bild: Andrea Damm / pixelio.de

Die Risiken werden unterschätzt, die Wirkung ist umstritten. Dennoch werden Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, kurz SSRI, immer häufiger verschrieben. Im Interview mit der "Apotheken Umschau" kritisiert Professor Tom Bschor, Psychiater und Mitglied der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, den leichtfertigen Umgang mit diesen Antidepressiva.

"Seit 1995 hat sich die Zahl der SSRI-Verordnungen fast verfünffacht. So viele schwere Depressionen gibt es gar nicht." Denn nur dann sind SSRI laut Leitlinie vorgesehen. "SSRI werden bei Problemen eingesetzt, bei denen sie nichts verloren haben, nicht wirken und die ohnehin zum Leben dazugehören: Kummer, Trauer, Trennung, Stress", sagt Bschor. Hinzu kommen Risiken: Laut Bschor gibt es deutliche Hinweise darauf, dass SSRI die Selbstmordgefahr bei unter 25-Jährigen sogar erhöhen. Ebenso könnten Depressionen nach einer SSRI-Behandlung eher und stärker zurückkommen als ohne. "Das ist auch ein Grund, warum man sich gründlich überlegen muss, ob man SSRI schon bei einer leichten Depression einsetzt", mahnt Bschor.

Quelle: Wort und Bild - Apotheken Umschau (ots)

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