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Zahl der Hanf-Verordnungen steigt stark an

Freigeschaltet am 07.02.2020 um 06:45 durch Andre Ott
Bild: Petra Bork / pixelio.de
Bild: Petra Bork / pixelio.de

Immer mehr Patienten wollen Hanf auf Rezept. Bundesweit stieg allein bei der Barmer-Krankenkasse die Zahl der Anträge von 5238 im Jahr 2018 auf 6049 im Jahr 2019. Das geht aus einer unveröffentlichten Barmer-Studie hervor, die der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Freitag) vorliegt.

Seit der Freigabe im März 2017 wurden insgesamt knapp 15.000 Anträge gestellt. Die Barmer gab im vergangenen Jahr über 17 Millionen Euro für Cannabis-Verordnungen aus - nach 13 Millionen Euro im Jahr 2018. Am meisten Anträge werden in Bayern gestellt, am zweitmeisten in NRW. In Nordrhein-Westfalen stieg die Zahl von 948 auf 1195 im Jahr 2019.

"Wir hatten zunächst erwartet, dass vor allem Alt-68er der Verschreibung von Cannabis positiv gegenüberstehen. Die 50- bis 59-Jährigen stellen mit 30 Prozent der Cannabis-Patienten auch eine große Gruppe. Doch tatsächlich wird Cannabis in vielen Altersgruppen verordnet", sagte Ursula Marschall, Schmerzmedizinerin der Barmer, der Redaktion. "21 Prozent entfallen auf die 60- bis 69-Jährigen und 13 Prozent auf die 70- bis 80-Jährigen. Nur 27,7 Prozent erfolgen bei Patienten, die jünger als 50 Jahre sind. "

Die Barmer-Expertin forderte: "Wir brauchen dringend eine Bewertung, bei welchen Patienten und Erkrankungen die Cannabis-Therapie wirklich geeignet ist. In einigen Jahren wird sich zeigen, ob Cannabis nur ein Hype ist."

Quelle: Rheinische Post (ots)


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