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Psychologin: Einsame Menschen geraten in "Negativspirale"

Archivmeldung vom 03.04.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.04.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Symbolbild
Symbolbild

Bild: M.E. / pixelio.de

Einsamkeit macht Menschen misstrauisch. Wer lange unfreiwillig allein sei, verliere die Fähigkeit soziale Kontakte aufzubauen, sagte die Psychologin Maike Luhmann von der Universität Bochum der Wochenzeitung "Die Zeit". Einsame Menschen "nehmen Situationen oder Signale von anderen Menschen negativer wahr", so die Wissenschaftlerin.

Statt sich über das Lächeln eines Nachbarn zu freuen, würden sie zum Beispiel denken, da mache sich jemand lustig. "Einsame Menschen haben deshalb mitunter eine negative Ausstrahlung, was die Isolation verstärkt", sagte Luhmann. So geraten sie in eine "Negativspirale". Luhmann ist Autorin einer der ersten Studien zur Einsamkeit in Deutschland. Danach sind alte Menschen besonders von sozialer Isolation betroffen. Aber auch Männer und Frauen Mitte dreißig weisen erhöhte Einsamkeitswerte auf. Soziale Medien würden da wenig helfen, so Luhmann: "Die sozialen Medien nützen vor allem denjenigen, die ohnehin ein großes Netz von Freunden und Bekannten haben. Für die latent Einsamen können sie die Isolation noch verstärken."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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