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Laumann kritisiert Weltgesundheitsorganisation und Pharmahersteller wegen ihres Verhaltens während der Schweinegrippe-Pandemie

Archivmeldung vom 30.03.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.03.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Ernst Rose / PIXELIO
Bild: Ernst Rose / PIXELIO

Wenige Tage vor dem Ende der Impfaktion gegen die Neue Grippe (»Schweinegrippe«) hat NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) die Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufgefordert, die Maßstäbe für die Ausrufung einer Pandemie zu ändern.

Die WHO habe die höchste Warnstufe lediglich damit begründet, dass sich die Neue-Grippe-Viren weltweit ausbreiten, sagte Laumann dem in Bielefeld erscheinenden "Westfalen-Blatt". Der milde Verlauf der Infektionskrankheit sei dagegen nicht berücksichtigt worden, kritisierte er. Das müsse sich ändern. Künftig müsse die Gefährlichkeit einer Infektionskrankheit mit in die Bewertung einfließen, forderte der CDU-Politiker. Schließlich habe es bei der Schweinegrippe keine überfüllten Kliniken mit Schwerkranken gegeben. Die Impfsaison endet an diesem Mittwoch.

Laumann sagte dem Blatt, zudem hätten nach Ausrufung der Pandemie einige wenige Pharmahersteller Staaten unter Druck gesetzt, damit massenhaft teurer Impfstoff gekauft werde. Er forderte im Gespräch mit der Zeitung, dass sich Staaten bei der Beschaffung von Impfstoff nicht länger erpressen ließen.  Serum müsse im Bedarfsfall auf dem ganz normalen Pharmamarkt zum Kauf angeboten werden. Doch bereits bei der Vogelgrippe und beim Pockenschutz habe dies nicht funktioniert. In allen drei Fällen seien die Staaten zum Kauf gezwungen worden. Allein das Mittel Tamiflu gegen die Vogelgrippe habe 67 Millionen Euro gekostet. Es sei damals für die Impfung von 30 Prozent der NRW-Bevölkerung eingekauft worden.

Aufgrund des milden Verlaufs der Neuen Grippe blieben die Staaten jetzt auf dem Serum Pandemrix sitzen. Allein NRW habe sieben Millionen Impfdosen abnehmen müssen. Für sechs Millionen Dosen im Wert von 50 Millionen Euro habe das Land derzeit keine Verwendung. Da der Impfstoff 18 Monate haltbar sei, werde er zunächst nicht vernichtet. Es sei aber fraglich, ob das Serum bei der nächsten Neue-Grippe-Welle wieder eingesetzt werden könne.

Quelle: Westfalen-Blatt

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