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Homöopathie überzeugt bei Magen-Darm-Leiden

Archivmeldung vom 10.04.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.04.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Homöopathie: Sanfte Ansätze gewinnen an Bedeutung. Bild: pixelio.de/Gerber
Homöopathie: Sanfte Ansätze gewinnen an Bedeutung. Bild: pixelio.de/Gerber

Homöopathische Mittel werden von der Bevölkerung gerne eingesetzt. 50 Prozent aller Österreicher haben sie laut einer GfK-Befragung im vergangenen Jahr bei Erkältungen, Unruhezuständen und anderen Beschwerden genutzt. Trotzdem macht der Umsatz, den diese Arzneien generieren, nur 0,84 Prozent des gesamten österreichischen Pharmamarktes aus.

Um mit Vorurteilen gegenüber Homöopathie aufzuräumen und ihre Wirksamkeit bei gastrointestinalen Problemen zu bestätigen, haben die Österreichische Gesellschaft für homöopathische Medizin und die Initiative Homöopathie hilft heute, Donnerstag, in Wien eine Pressekonferenz abgehalten.

Homöopathie zu Unrecht verurteilt

"Die Inquisition ist zurück: Wenn Sie die Medien beobachten, sehen Sie, dass sich in letzter Zeit eine breite Front gegen die Homöopathie formt", beklagt Martin Peithner, Geschäftsführer der Dr. Peithner KG http://www.peithner.at , die derzeitige Grundstimmung. Er vergleicht sie mit der Kritik, welcher sich Galileo Galilei aussetzen musste und kommt zum Schluss: "Homöopathie wirkt, die Erde zieht uns an und ist eine Kugel, aber wir haben keine Ahnung, warum das so ist."

"Homöopathie kann mehr als ein Placebo", ergänzt Michael Frass, Facharzt für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin. Er kritisiert auch, dass einige Studien, die Homöopathie ihre Wirkung absprechen wollen, unseriös sind: "Die zuletzt erschienene australische Meta-Analyse hat keinen Peer-Review-Prozess durchlaufen. Studien mit kleinen Fallzahlen und solche, die für Homöopathie sprechen, wurden nicht berücksichtigt."

Magen und Darm sprechen gut an

Gerade bei Magen-Darm-Erkrankungen greifen Patienten noch recht selten zu homöopathischen Arzneimitteln - dabei zeigen diese sehr gute Erfolge - sowohl bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und psychosomatischen Beschwerden, als auch bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder akuten Problemen wie Übelkeit.

Gloria Kozel, Ärztin für Allgemeinmedizin und Homöopathie, hat sich in den vergangenen acht Jahren mit dem Thema Nahrungsmittelunverträglichkeiten auseinandergesetzt. "Die Diagnostik hat sich verbessert, aber auch unsere Nahrung und Lebensbedingungen haben sich verändert", erklärt sie. Und sie hat bei Laktose-, Fruktose- und Histaminintoleranz-Patienten Erfolge gesehen: "Nach wenigen Wochen bis hin zu einem halben Jahr können sie wieder alles essen."

Psyche mischt bei Beschwerden mit

"Zehn bis 20 Prozent aller Patienten mit gastrointestinalen Beschwerden bekommen keinen körperlichen Befund", erläutert Wolfgang Jezek, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie sowie Arzt für Homöopathie. Das Reizdarmsyndrom zeugt etwa davon, dass oft die Psyche bei Magen-Darm-Problemen mitmischt. Auch Morbus Crohn und Colitis ulcerosa werden laut Jezek immer wieder als psychosomatische Erkrankungen eingeordnet. "Der Bauch hat einen ganz wesentlichen Anteil an den Emotionen", ist er überzeugt.

"Homöopathie ist eine ärztliche Behandlung", resümiert Martin Peithner. "Und es besteht kein Konflikt mit der konventionellen Medizin - es gibt kein Entweder-oder, die Behandlungen ergänzen sich."

Quelle: www.pressetext.com/Marie-Thérèse Fleischer

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