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Hirntod nach Medikamententest in Frankreich: Patient gestorben

Archivmeldung vom 18.01.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.01.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Bild: Flickr/Lobb
Bild: Flickr/Lobb

Der Patient, der nach einem Medikamententest in Frankreich für hirntot erklärt wurde, ist gestorben. Das teilte das Universitätsklinikum in Rennes am Sonntag mit. Der Zustand der weiteren fünf erkrankten Studienteilnehmer sei stabil.

Bei der klinischen Studie, die am 7. Januar begonnen hatte, war ein neues Medikament getestet worden. Genauere Angaben sind bisher nicht bekannt. Nach offiziellen Angaben hatten 90 freiwillige Probanden das Medikament eingenommen - in unterschiedlichen Dosierungen.

Die ersten unerwünschten Symptome seien am 10. Januar aufgetreten. Bei den sechs erkrankten Männern habe das Mittel das Nervensystem angegriffen. Die Staatsanwaltschaft in Paris leitete Ermittlungen ein.

Lauterbach: Unglück bei Medikamententest auch in Deutschland denkbar

Nach Einschätzung des Mediziners und SPD-Gesundheitspolitikers Karl Lauterbach kann ein ähnliches Unglück wie bei dem schief gelaufenen Arzneimitteltest in Frankreich auch in Deutschland passieren. "Das ist theoretisch auch in Deutschland möglich, die Regeln für solche Tests sind die gleichen", sagte Karl Lauterbach den Zeitungen der FUNKE-Mediengruppe. Es sei ein Trend bei der Entwicklung von neuen Medikamenten, dass "die Sicherheit oft dem ökonomischen Erfolg geopfert wird."

Je vorsichtiger bei Arzneimitteltests vorgegangen werde, desto länger und teurer würden sie, sagte Lauterbach. Dazu seien Pharmafirmen aber immer seltener bereit, denn der Wettbewerbsdruck sei groß: "Die Tests werden gefährlicher." Zum konkreten Fall wollte Lauterbach sich nicht äußern, die Details seien dort noch immer unklar.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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