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Städter und Kinder nehmen mehr Antibiotika

Archivmeldung vom 12.03.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.03.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Antibiotika: Städter nehmen deutlich mehr davon.
Antibiotika: Städter nehmen deutlich mehr davon.

Bild: JerzyGorecki, pixabay.de

Städter nehmen mehr Antibiotika als Menschen auf dem Land; Kinder und Senioren greifen häufiger zu ihnen als Personen mittleren Alters. Zudem sinkt mit steigender Bildung die Antibiotika-Nutzung, allerdings nur in reichen Ländern. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Universität Bonn. Details wurden im International Journal of Hygiene and Environmental Health publiziert.

73 Studien ausgewertet

Die meisten Antibiotika werden von Patienten genommen, deren Erkrankung keinen Klinikaufenthalt erfordert. In Deutschland machen diese Fälle rund 85 Prozent aller Antibiotika-Verschreibungen aus; EU-weit liegt die Quote sogar noch etwas höher. Die beteiligten Wissenschaftler haben 73 Publikationen zu den treibenden Faktoren der Antibiotika-Nutzung im ambulanten Sektor ausgewertet.

Bei den geografischen Parametern sticht die Diskrepanz zwischen Stadt und Land ins Auge. So ist die Antibiotika-Nutzung in urbanen Gebieten höher. "Wir vermuten, dass das etwas mit dem besseren Zugang zu Arztpraxen und Apotheken zu tun hat", so Forscher Dennis Schmiege. Höhere Preise für Medikamente reduziere die verkaufte Antibiotika-Menge dagegen.

Großer Forschungsbedarf

Noch vergleichsweise wenig untersucht ist, welche soziokulturellen Parameter die Antibiotika-Nutzung fördern. Einen gewissen Einfluss scheint demnach die nationale Kultur zu haben, mutmaßen die Experten. So nähmen die Bürger "maskuliner" Gesellschaften, die als eher wettbewerbsorientiert gelten, im Schnitt mehr Antibiotika. Ähnlich sieht es in Gesellschaften aus, die klassischerweise eher darauf bedacht sind, Ungewissheiten zu meiden.

Quelle: www.pressetext.com/Florian Fügemann

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