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Bericht: Ab Mitte August kaum noch Erstimpfungen in Arztpraxen

Archivmeldung vom 05.08.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.08.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
(Symbolbild)
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Bild: Screenshot Internetseite: "https://impfen-nein-danke.de" / Eigenes Werk

Die Impfkampagne in Arztpraxen droht zum Erliegen zu kommen. Ab Mitte August gibt es dort absehbar kaum noch Erstimpfungen, berichtet "Business Insider" unter Berufung auf eine interne Bestellliste für Impfstoff.

Für die Kalenderwoche 33, also ab Mitte August, sind bundesweit nur noch etwa 227.800 Impfdosen geplant. Die meisten davon seien von Biontech (189.654 Dosen), weniger (4.740) von Astrazeneca. Mit eingerechnet sind auch etwas mehr als 33.000 Dosen des Johnson-&-Johnson-Impfstoffes, der nur eine Einmalgabe ist. Zum Vergleich: Allein bei Biontech sind 608.682 Dosen nur für Zweitimpfungen bestellt. Schon Mitte dieser Woche lag die Zahl der verabreichten Erstimpfungen am vierten Tag in Folge unter der Marke von 100.000 Impfungen.

Die Impfwilligkeit hat anscheinend einen Tiefpunkt erreicht, denn der Sieben-Tage-Schnitt der Erstimpfungen fiel am Mittwoch auf 86.678. So wenige Menschen wurden zuletzt am 23. Februar geimpft. Damals war der Impfstoff knapp und der Zugang streng auf die Priorisierungsstufen limitiert. Die Gesundheitsminister der Länder haben Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gebeten, auf die Impfstoffhersteller zuzugehen, um in Zukunft nur noch Gebinde von Einzelimpfdosen herzustellen, berichtet "Business Insider" nach eigenen Informationen. Gerade für Betriebsärzte und Hausärzte, die ein wichtiger Teil der Impfkampagne sind, sei die Nachfrage nach Einzeldosen vorhanden.

"Wenn diese immer ganze Fläschchen öffnen müssen und davon nur ein oder zwei Dosen verwenden können, verfallen die übrigen Dosen und müssen weggeworfen werden", heißt es. Doch das Bundesgesundheitsministerium macht wenig Hoffnung: Auf Anfrage teilte eine Sprecherin mit, man stehe "in engem Austausch mit den pharmazeutischen Unternehmern", dabei gehe es auch um kleinere Packungsgrößen. Spahns Ministerium habe aber "grundsätzlich keinen Einfluss auf die vom pharmazeutischen Unternehmer entwickelte und auch in den Zulassungsunterlagen hinterlegte Packungsgröße".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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