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Katholische Kirche warnt vor "Selektionsroutine"

Archivmeldung vom 07.02.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.02.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Mensch in der 5. Woche p.c. (7. SSW, Embryo).
Mensch in der 5. Woche p.c. (7. SSW, Embryo).

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die katholische Kirche wendet sich gegen die Präimplantationsdiagnostik (PID), deren Zahlen im vergangenen Jahr unerwartet hoch ausgefallen sind. Gebhard Fürst, Bischof von Rottenburg-Stuttgart und Vorsitzender der Bioethik-Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", er hoffe, dass die PID "keine weitere Verbreitung findet" und warnte vor einer "unheilvollen Selektionsroutine".

Aus Sorge davor, ein behindertes Kind zu bekommen, haben im vergangenen Jahr bundesweit fast 300 Paare eine PID beantragt. Das geht aus Zahlen der für die PID zuständigen fünf Ethikkommissionen hervor, so die Zeitung. Demnach wurden etwa 95 Prozent der Anträge bewilligt. Vor zwei Jahren gab das Bundesgesundheitsministerium die Erwartung aus, dass die PID-Anträge auf absehbare Zeit die Zahl von 300 nicht überschreiten würden.

Das Ministerium sagte am Dienstag, es gebe keine Hinweise darauf, dass diese Einschätzung "unzutreffend wäre". Bei der PID werden Embryos im Labor künstlich gezeugt und auf Erbkrankheiten untersucht, bevor sie der Mutter eingepflanzt werden. Stellen die Mediziner schwerwiegende genetische Veränderungen fest, können die Eltern entscheiden, dass der Embryo verworfen wird. Die PID ist in Deutschland seit einer Gesetzesänderung von 2011 innerhalb enger Grenzen zulässig.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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