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Scheidung fördert auf lange Sicht die Gesundheit

Archivmeldung vom 18.06.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.06.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Eheringe: Ewige Treue kein Gesundheitsgarant. Bild: pixelio.de, U. Waagschal
Eheringe: Ewige Treue kein Gesundheitsgarant. Bild: pixelio.de, U. Waagschal

Frauen und Männer mittleren Alters, die die Erfahrung einer Scheidung und neuerlichen Ehe hinter sich haben, sind genauso gesund wie diejenigen, die ihr Leben in einer stabilen Ehe verbringen. Forscher der London School of Economics haben aufgezeigt, dass Menschen in zweiter Ehe beziehungsweise neuer Partnerschaft nach einer Trennung keine höhere Wahrscheinlichkeit haben, an Atemwegs- oder Herz-Kreislauf-Problemen in den mittleren Jahren zu leiden. Die Experten widersprechen damit einer Studie ihrer Kollegen der Duke University vom April.

Die Londoner haben im Zuge ihrer Analyse auch entdeckt, dass einige Männer, die durch eine schwere Phase der Trennung gingen, langfristig gesundheitlich davon profitierten. "Eine Vielzahl von Studien zeigt, dass Menschen in einer Ehe gesünder leben als Unverheiratete. Laut unseren Ergebnissen weisen Menschen, die ohne Trauschein zusammenleben oder eine Scheidung erfahren haben, einen sehr ähnlichen Gesundheitsstatus wie Paare ohne Trennungsgeschichte auf", unterstreicht Studienleiter George Ploubidis.

Frühere Forschungsergebnisse zeigten auch einen starken Abfall der Gesundheit kurz nach der Trennung. Aber die Wissenschaftler haben nun herausgefunden, dass sich die Gesundheit sehr schnell wieder zurück zum Ausgangsstatus entwickelt. Überraschenderweise litten Männer, die sich in ihren späten 30er-Jahren scheiden ließen und sich danach nicht neu vermählten, viel seltener an Diabeteserkrankungen als diejenigen, die verheiratet blieben.

Beziehungen aber förderlich

Für die Studie wurden die Informationen von 10.000 Menschen im Vereinigten Königreich analysiert, die allesamt in der gleichen Woche des Frühlings 1958 zur Welt kamen. Die Forscher untersuchten dabei den Beziehungsstatus im Alter von 23, 33, 42 und 46 Jahren. Zwischen 2002 und 2004, also im Alter von 44 bis 46 Jahren, wurden die Studienteilnehmer einem umfassenden Gesundheitscheck unterzogen. Die Wissenschaftler fanden dabei heraus, dass Paare, die in ihren 20ern oder frühen 30ern heirateten und zusammenblieben, den besten Gesundheitsstatus aufwiesen.

Fast identisch dazu war der Gesundheitslevel von unverheirateten Paaren. Männer und Frauen, die niemals mit einem Partner zusammenlebten, wiesen den schlechtesten Gesundheitszustand im mittleren Alter auf - mit einer höheren Wahrscheinlichkeit an Diabetes, Herz-Kreislauf- und Atemwegsproblemen zu erkranken. "Für Menschen, die eine Trennung oder eine Scheidung erfahren, scheint es so, als wenn sie eine andere Beziehung beginnen, die Gesundheit keinen Schaden nimmt", verdeutlicht Ploubidis abschließend.

Quelle: www.pressetext.com/Christian Sec

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