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Medikamente erhöhen Risiko von Knochenbrüchen

Archivmeldung vom 02.02.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.02.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Pillen: Einnahme bringt Langzeitfolgen mit sich. Bild: pixelio.de, Rita Thielen
Pillen: Einnahme bringt Langzeitfolgen mit sich. Bild: pixelio.de, Rita Thielen

Frauen, die eine bestimmte Art von Medikamenten gegen Magengeschwüre einnehmen, haben später ein leicht erhöhtes Risiko einer Hüftfraktur. Betroffen sind laut einer Studie unter der Leitung des Massachusetts General Hospital http://massgeneral.org vor allem Raucherinnen. Die im British Medical Journal veröffentlichten Forschungsergebnisse weisen einen Zusammenhang zwischen der langfristigen Einnahme von sogenannten Protonenpumpeninhibitoren und Knochenbrüchen bei Rauchern nach.

Diese Medikamente werden gegen Sodbrennen, Reflux und bei Magengeschwüren eingenommen. Das Risiko ist laut John Stevenson von der British Menopause Society nur leicht erhöht, sei jedoch für Frauen ein Grund mehr nicht zu rauchen. Für die Studie wurden die Daten von fast 80.000 amerikanischen Krankenschwestern zwischen 30 und 55 Jahren ausgewertet.

Sie wurden auch im höheren Alter begleitet, um herauszufinden, wie viele der Frauen nach der Menopause eine Hüftfraktur erlitten hatten. Raucherinnen oder ehemalige Raucherinnen, die Protonenpumpeninhibitoren einnahmen, verfügten über ein um 50 Prozent erhöhtes Risiko. Laut Stevenson wird bereits seit einigen Jahren vermutet, dass Protonenpumpeninhibitoren das Risiko einer Hüftfraktur erhöhen.

Empfehlungen bestätigt

Das Risiko bleibt gesamt betrachtet jedoch gering. Zu erwarten sind den Wissenschaftlern zufolge zusätzliche fünf Frakturen pro Jahr bei je 10.000 Frauen. Dan Greer von der Royal Pharmach begrüßt, dass für die aktuelle Studie auch Faktoren wie Rauchen, Kalziumzufuhr und Fettsucht berücksichtigt wurden.

Die Studien-Informationen bestätigen auch die bestehenden Empfehlungen, wonach diese Medikamente vom Großteil der Patienten nur ein bis zwei Monate lang eingenommen werden sollten. Eine erneute Einnahme sollte ebenfalls in einer möglichst geringen Dosierung erfolgen.

Quelle: www.pressetext.com/Michaela Monschein

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