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Zeitung: Männer nehmen immer mehr Medikamente

Archivmeldung vom 04.06.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.06.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Andrea Damm / pixelio.de
Bild: Andrea Damm / pixelio.de

Männer in Deutschland nehmen offenbar immer mehr Medikamente ein. Das berichtet die "Bild-Zeitung" (Dienstagausgabe) unter Berufung auf neue Daten der Techniker Krankenkasse. Demnach nahmen männliche Bundesbürger zwischen 15 und 64 Jahren im vergangenen Jahr durchschnittlich 224 so genannte Tagesdosen Arzneimittel ein. Das waren 24 Prozent mehr als 2002, wie aus neuen Daten der Techniker Krankenkasse hervorgeht.

Am häufigsten mussten Männer Medikamente gegen Bluthochdruck und andere Herz-Kreislauf-Beschwerden einnehmen. Bei den Frauen geht die Entwicklung dagegen in die andere Richtung, schreibt die Zeitung weiter.

Pro Kopf nahmen sie im vergangenen Jahr 222 Tagesdosen ein. Das entspricht einem Minus von rund neun Prozent gegenüber 2002.

Pharmariese Roche verteidigt hohe Medikamentenkosten

Der Pharmakonzern Roche verteidigt hohe Kosten für neue Krebsmedikamente und fordert eine grundlegende Überarbeitung des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes (Amnog). "Wir stehen heute am Anfang einer Situation, wo sich bei manchen Krebserkrankungen Erfolge einstellen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Roche Pharma AG, Hagen Pfundner, der Tageszeitung "Die Welt". "Die Frage, was ein Monat Leben kosten darf, hängt also mit der Frage zusammen, ob wir Innovationen wollen und was die einer Gesellschaft wert sind." Pfundner tritt damit der Kritik von Krebsmedizinern und Krankenkassen entgegen, die in den vergangenen Tagen der Pharmaindustrie vorgeworfen hatten, überhöhte Preise für bestimmte Medikamente zu verlangen - vor allem für Krebsmittel, die die Krankheit nicht heilen, sondern bestenfalls einige Wochen oder Monate aufhalten. Pfundner sagte dagegen, Krankheiten wie Darmkrebs oder Prostatakrebs seien heute dank solcher Mittel heilbar. Es habe sich gezeigt, dass acht von zehn Patientinnen nach einem Therapiezyklus von zwölf Monaten auch acht oder neun Jahre später noch lebten. "Das relativiert die Kosten von etwa 35.000 Euro für die Therapie doch sehr stark."

Roche fordert eine grundlegende Überarbeitung des erst vor zwei Jahren in Kraft getretenen Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes. "Das Gesetz muss gründlich nachgebessert werden", so Pfundner. Es zeige sich mehr und mehr, dass das Gesetz für neuartige Medikamente "fehlerhaft konstruiert" sei. Einer der größten Kritikpunkte sei die sogenannte frühe Nutzenbewertung: "Eine substanzielle Nutzenbewertung, nur ein Jahr nach der Zulassung eines Medikaments, ist da gar nicht möglich", sagte Pfundner.

Laut Amnog kann ein Medikament nun ein Jahr nach der Marktzulassung durch ein Institut noch einmal bewertet werden. Wenn die Prüfung keine Überlegenheit gegenüber bereits vorhandenen Medikamenten ergibt, müssen die Hersteller mit den Krankenkassen die Preise nachverhandeln. In der Regel sind in solchen Fällen deutlich niedrigere Preise die Folge - für die Hersteller bedeutet dies Umsatzeinbußen.

Seit Monaten kämpfen Politik, Krankenkassen und Pharmahersteller darum, wie hoch die Preise für neue und patentgeschützte teure Medikamente sein dürfen. In den vergangenen Tagen war der Streit durch einige Äußerungen neu entflammt. Zudem droht nach einem Bericht der "Welt am Sonntag" dem deutschen Gesundheitswesen eine Kostenexplosion durch eine Schwemme neu zugelassener Krebsmittel. Demnach wurden in den vergangenen beiden Jahren so viele solcher Medikamente in der EU zugelassen wie lange nicht.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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