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Rabattverbot für Versandarznei: DocMorris kritisiert Pläne von Jens Spahn

Archivmeldung vom 20.03.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.03.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Versandapotheke DocMorris N.V. Logo
Versandapotheke DocMorris N.V. Logo

Bei Europas größter Versandapotheke sind die Pläne von Gesundheitsminister Jens Spahn, ausländischen Versandhändlern Kundenrabatte für rezeptpflichtige Arznei wieder komplett zu verbieten, auf heftige Kritik gestoßen.

"Mit Befremdung" stelle man fest, dass der Europäische Gerichtshof und sein Urteil zur Boni-Gewährung von 2016 "vorsätzlich missachtet werden soll", sagte der Vorstandschef des niederländischen Versandhändlers DocMorris, Olaf Heinrich, dem Berliner "Tagesspiegel". Die EU-Kommission habe gerade die Umsetzung ihres Urteils angemahnt, das als Folge eines Bonus-Verbots aus dem Jahr 2012 gefällt worden sei, erinnerte DocMorris-Chef Heinrich. Als Reaktion darauf wollten die Gesundheitspolitiker von CDU und CSU nun offenbar die EU-Institutionen und höchstrichterliche Entscheidungen ignorieren - und stattdessen "eins zu eins" die Forderungen der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände erfüllen. Vor einer wichtigen EU-Wahl sei dies "mehr als erstaunlich, denn wir sind nach wie vor der Auffassung, dass EU-Recht für alle Mitgliedstaaten im gleichen Maße gilt", so der Vorstandsvorsitzende.

Quelle: Der Tagesspiegel (ots)

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