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Magazin: Behörden bereiten sich auf Terroranschlag durch Biowaffen vor

Archivmeldung vom 04.02.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.02.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Die deutschen Behörden bereiten sich nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" auf einen terroristischen Anschlag durch Biowaffen vor: In einer zweitägigen Übung würden die Krisenstäbe auf Bundes- und Landesebene im November die Reaktion auf "außergewöhnliche biologische Bedrohungslagen" testen.

"Als Ausgangslage der Großübung wird ein toxikologischer Angriff einer ideologisch geprägten Tätergruppe angenommen, die auf eine möglichst breite Öffentlichkeit zielt", heiße es in einem internen Vermerk aus einem der beteiligten Ministerien. Die Simulation geht von einem Angriff mit lebensgefährlichen Tularämie-Erregern ("Hasenpest") aus, die über eine Klimaanlage "in die Räume einer stark besuchten Ausstellung" gepustet würden, sowie vom "Einbringen eines Giftstoffs über die Wurstproduktion in die Lebensmittelkette".

Hintergrund für die Übung ist die Ausbreitung von Ehec-Bakterien im Sommer 2011. Die Übung finde hauptsächlich in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Thüringen statt. Auf Seiten des Bundes sind die Ressorts Inneres, Gesundheit und Verbraucherschutz beteiligt. Krisenmanagement-Tests dieser Art wurden vor neun Jahren als Reaktion auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 und das Elbe-Hochwasser im Sommer 2002 eingeführt.

Bei der letzten Übung 2011 stand der Schutz vor Cyber-Attacken im Mittelpunkt. Rund 2.500 Beteiligte waren im Einsatz. "In Bezug auf die Abstimmungsprozesse der Länder besteht noch Optimierungsbedarf", hieß es im Auswertungsbericht.

Deutscher Experte hält Lungenvirus-Ausbruch nicht für beendet

Von dem neuartigen Lungenkeim Betacoronavirus 2c EMC/2012 geht nach Ansicht des Virologen Christian Drosten weiterhin Gefahr aus. Der Direktor des Instituts für Virologie der Universität Bonn sagte dem Nachrichtenmagazin "Focus": "Diese Geschichte ist mit Sicherheit noch nicht zu Ende."

Der Erreger verursacht schwere Atemwegserkrankungen und kostete im vergangenen Jahr im Nahen Osten mindestens fünf Menschen das Leben. Ein Patient war im Oktober und November im Universitätsklinikum Essen behandelt worden, ohne dass das Personal über die Infektion informiert war.

Das Virus ist verwandt mit dem SARS-Erreger, der 2002 und 2003 weltweit 916 Menschen tötete. Drosten, der als einer der weltweit führenden Fachleute für Coronaviren gilt, hatte gemeinsam mit Kollegen schon wenige Tage nach Bekanntwerden des neuen Erregers einen Nachweistest entwickelt.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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