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Impfstoffhersteller verbreiten Fehlinformationen

Archivmeldung vom 04.05.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.05.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Pharmahersteller verbreiten über Internetseiten, Werbebroschüren und Materialien für die Medien Fehlinformationen über die Gefahr einer Infektion mit dem FSME-Erreger durch Zeckenbisse.

Das ergaben Recherchen des ARD-Politikmagazins "Report Mainz". Danach veröffentlicht der Impfstoffhersteller Novartis Behring eine eigene Deutschlandkarte, in der so genannte FSME-Risikogebiete ausgewiesen sind. Mit dem Slogan "Die Gefahr lauert fast überall" wird suggeriert, dass das Infektionsrisiko nahezu in ganz Deutschland bestehe.

Das Robert-Koch-Institut dagegen kommt in seiner heute neu veröffentlichten Risikoeinschätzung für das Jahr 2009 zu einem anderen Ergebnis. Gérard Krause, Leiter der Abteilung Infektionsepidemiologie dazu in "Report Mainz": "Aus unseren Beobachtungen wird deutlich, dass man sich nur in Süddeutschland überhaupt an FSME infizieren kann. Die Erkrankung kommt sehr selten vor, insgesamt weniger als 300 Fälle in ganz Deutschland pro Jahr. Von diesen 300 Fällen verlaufen etwa die Hälfte recht harmlos, ähnlich wie Grippe. Todesfälle kamen im letzten Jahr überhaupt nicht vor."

Quelle: SWR

 

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