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Krankenkassen werfen Ärzten Gewinnstreben vor

Archivmeldung vom 25.03.2011

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.03.2011 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

Die Krankenkassen werfen den Ärzten unseriöses Verhalten und Gewinnstreben vor, weil sie ihren Patienten immer mehr Untersuchungen anbieten, die diese selbst bezahlen müssen. "Die Ärzte bieten individuelle Gesundheitsleistungen an, weil sie offenbar meinen, dass sie nicht genug verdienen. Dahinter stehen klare ökonomische Motive", sagte Chefin des Spitzenverbands der Krankenkassen, Doris Pfeiffer, der Tageszeitung "Die Welt".

Die sogenannten IGeL-Leistungen werden mit den Patienten direkt abgerechnet und von den Kassen nicht erstattet. Bei den Verkaufsgesprächen für diese Leistungen in der Arztpraxis müsse sie immer "an Haustürgeschäfte durch Stabsaugervertreter" denken, sagte Pfeiffer. "Da werden auch viele Leute leicht überrumpelt oder verunsichert und kaufen etwas, was sie eigentlich nicht brauchen." Sie empfahl Patienten, genau nachzufragen, welche Leistungen ihnen aus welchem Grund angeboten werden. "Wenn diese Leistungen medizinisch notwendig wären, würden sie von den Kassen bezahlt. Patienten sollten genau nachfragen, was ihnen da verkauft wird", sagte Pfeiffer. Auch beim Zahnarzt müssten die gesetzlich Versicherten immer mehr Geld aus eigener Tasche zahlen. Laut einer Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK vom Dezember des vergangenen Jahres hat das Angebot privater Zusatzleistungen in der Arztpraxis zugenommen. Inzwischen würde jedem vierten Versicherten (28 Prozent) eine medizinische Leistung angeboten, die er selbst bezahlen müsse. Die Ärzte würden dadurch zusätzliche Einnahmen von rund 1,5 Milliarden Euro erhalten.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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