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Bundesärztekammer befürchtet Handel mit Patientendaten

Archivmeldung vom 15.05.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.05.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Darstellung des gläsernen Patienten auf der Demonstration Freiheit statt Angst
Darstellung des gläsernen Patienten auf der Demonstration Freiheit statt Angst

Foto: Flickr upload bot
Lizenz: CC BY-SA 2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Bundesärztekammer warnt vor Datenschutzproblemen durch die geplante Garantie für Termine bei Fachärzten. Gesetzlich Versicherte sollen künftig ein Gespräch mit einem Facharzt binnen vier Wochen einfordern können. Dazu müssen die Kassenärztlichen Vereinigungen sogenannte Termin-Servicestellen einrichten. Private Unternehmen wie die Bertelsmann-Tochter Arvato haben bereits angeboten, den Aufbau dieser Online- und Telefondienste zu übernehmen.

In einer Resolution des Ärztetages warnt die Standesvertretung nun, dass aus einer Verlagerung der Terminvergabe auf kommerzielle Anbieter "unmittelbar ein erhebliches Datenschutzproblem" resultiere. Privatunternehmen hätten möglicherweise ein Interesse "auch an der Sammlung, Verarbeitung und dem Verkauf von Krankheitsdaten der Patienten", schreibt der "Spiegel" in seiner am Samstag erscheinenden Ausgabe.

Das Bundesgesundheitsministerium geht hingegen davon aus, dass die Kassenärztlichen Vereinigungen "den vollen Schutz der Patientendaten" sicherstellen. Anbieter wie Arvato erklären, sie hielten sich streng an alle Datenschutzvorgaben.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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