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Europäische Chemikalienagentur fordert Beschränkung von Tattoo-Farbstoffen

Freigeschaltet am 29.01.2020 um 11:22 durch Thorsten Schmitt
Bild: sabrina gonstalla / pixelio.de
Bild: sabrina gonstalla / pixelio.de

Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) will mehr als 4000 Stoffe beschränken lassen, teilte die Pressestelle der Agentur mit. Darunter sind die für die Tattoo-Szene wichtigen Pigmente „Green 7“ und „Blue 15“, die als Grundstoff für viele Farben dienen.

Weiter heißt es auf der deutschen Webseite des russischen online Magazins "Sputnik": "Der Grund besteht darin, dass diese Kernkomponenten angeblich Schwermetalle enthalten, schädlich für die Augen sind und zu Hautirritationen führen können. Diese Pigmente seinen bereits in Kosmetikprodukten verboten. Mit dieser Einschränkung will die ECHA jetzt auch Tattoo-Tinte und Permanent-Make-up sicherer machen. Bisher soll es keine Vorschrift mit Tattoo-Farben gegeben haben, die in der gesamten Europäischen Union gilt.

Der Vorschlag der ECHA soll im Februar von den EU-Staaten diskutiert werden. Die Agentur möchte zudem eine Übergangsphase von zwei Jahren geben, damit man Alternativen für die beiden Pigmente finden und diese nicht aus dubiosen Quellen beziehen müsse, schrieb die EU-Behörde.

Seit Mitte Januar sei allerdings eine Online-Petition von Tätowierer Jörn Elsenbruch gestartet worden, durch die diese Einschränkung verhindert werden soll. Unterzeichnet haben bisher rund 121.985 Menschen (Stand: 29.01.2020, 09.20 Uhr). Für sie bedeutet das: Der Petitionsausschuss des Bundestags wird im ersten Schritt über die Forderung der Unterzeichner öffentlich beraten.

Elsenbruch befürchte, das Verbot werde dazu führen, dass man sich Pigmente aus dem Ausland oder auf dem Schwarzmarkt besorgt, deren farbgebende Substanzen unbekannt sind.

Die Gesundheitsrisiken von Tätowiermitteln werden bereits seit Jahren erforscht. Mehrere Untersuchungen haben gezeigt, dass viele Gemische verunreinigt sind, etwa mit Schwermetallen oder Mikroben. Meistens stammen die Pigmente aus der chemischen Großindustrie und sind für andere Einsatzfelder vorgesehen. Eine Positivliste von Substanzen, die für Tätowierfarben sicher und gesetzlich zugelassen sind, existiert in Deutschland nicht."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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