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Weniger Antibiotika durch informiertere Ärzte

Archivmeldung vom 24.01.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.01.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: pixelio.de, Jetti Kuhlemann
Bild: pixelio.de, Jetti Kuhlemann

Mehr Informationen darüber, wie Ärzte Medikamente verschreiben, können laut einer Studie unter der Leitung der University of Oxford helfen, die Probleme mit der Überverschreibung zu verringern. 2016 beschrieb das National Health Service und damit der Nationale Gesundheitsdienst von Großbritannien und Nordirland die Resistenz gegen Antibiotika als eine der weltweit größten Bedrohungen für die Patientengesundheit.

Unsachgemäße Verschreibung

Diese Medikamente werden häufig in der Primärversorgung eingesetzt. Schätzungen von Forschern gehen jedoch davon aus, dass 23 Prozent dieser Verschreibungen unsachgemäß erfolgen. Ein höherer Antibiotikaverbrauch kann dazu führen, dass diese Medikamente bei der Bekämpfung von Infektionen wirkungslos werden. 2013 präsentierte der Chief Medical Officer for England einen Fünfjahresplan zur Bekämpfung dieser Besorgnis erregenden Entwicklung.

Ein Teil dieses Plans ist eine Website, die Ärzten die Verschreibungsdaten pro Praxis und Monat zur Verfügung stellt. Fünf Jahre nach der Einführung haben Forscher jetzt untersucht, ob es einen nachweisbaren Erfolg dieser Strategie in Hinblick auf die Verschreibung von Antibiotika in England gibt. Der Umfang der Verschreibungen wurde basierend auf den Daten von 1998 bis 2016 berechnet. Zusätzlich wurden die monatlichen Verschreibungsdaten von Oktober 2010 bis Juni 2018 analysiert.

14 Prozent weniger Antibiotika

Nach mehreren Jahren mit gleichbleibenden Verschreibungszahlen kam es 2013 zum Rückgang. Zwischen 2012 und 2017 verringerte sich die Zahl um 14 Prozent. Gleichzeitig nahm die Größe der Bevölkerung zu. Obwohl die Forscher diesen Trend nicht sicher auf diese Strategie zurückführen können, seien Größe und Timing bemerkenswert. Laut Ben Goldacre von The DataLab sind die Forscher darüber hocherfreut. Bereits 2013 seien 9,7 Mio. weniger Rezepte für Antibiotika ausgestellt worden. Die Ergebnisse wurden im "Journal of Antimicrobial Chemotherapy" veröffentlicht.

Quelle: www.pressetext.com/Moritz Bergmann

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