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Gehirnchirurgen leiden in den USA unter Burnout

Archivmeldung vom 10.02.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.02.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Gehirnchirurg: Burnout ist weitverbreitet. Bild: pixelio.de, Martin Büdenbender
Gehirnchirurg: Burnout ist weitverbreitet. Bild: pixelio.de, Martin Büdenbender

Ärzte, die zu Neurochirurgen ausgebildet werden, bekommen oft einen Burnout. Bestimmte Stressfaktoren am Arbeitsplatz, wie unbefriedigende Beziehungen zu Mentoren, schwierige Kollegen und nicht genug Zeit im Operationssaal, können laut einer Studie der Keck School of Medicine of USC dafür verantwortlich sein.

Hartes Trainingsprogramm

Die Ausbildung zum Neurochirurgen in den USA besteht aus einem sieben Jahre dauernden, sehr anspruchsvollen Trainingsprogramm. Der dabei entstehende Druck kann fallweise zu emotionaler Erschöpfung, der Unfähigkeit mit anderen zu kommunizieren, oder dem Gefühl, unfähig zu sein, führen. Diese Zustände sind für einen Burnout typisch.

Laut Forschungsleiter Frank Attenello wünschen sich Patienten keine depressiven oder demoralisierten Ärzte, wenn sie behandelt werden. Auch die Gesellschaft wolle Menschen nicht entmutigen, Neurochirurgen zu werden, da es eine rasch alternde Bevölkerung gebe, die ihre Fachkenntnisse brauche. Die Burnout-Forschung gewinne in vielen Bereichen an Bedeutung. Wenig Aufmerksamkeit wurde laut Attenello bisher jedoch der Neurochirurgie geschenkt.

Viele mit Karriere unzufrieden

Für ihrer Analyse haben die Forscher 346 Assistenzärzte im ganzen Land untersucht. Mittels eines Fragebogens mit 86 Punkten wurde untersucht, ob sie mit verschiedenen Bereichen ihrer Ausbildung zufrieden waren oder ob sie darüber nachdachten, die Ausbildung zu beenden oder der Medizin überhaupt den Rücken zu kehren. Ein Burnout wurde mittels des sogenannten "Maslach Burnout Inventory" beurteilt, einem Tool, das im Gesundheitsbereich und anderen Berufen bereits eingesetzt wurde.

81 Prozent der Assistenzärzte waren mit ihrer Karriere zufrieden. 41 Prozent hatten jedoch schon darüber nachgedacht, mit der Neurochirurgie aufzuhören. Die Burnout-Rate lag insgesamt bei 67 Prozent. Dieser Prozentsatz ist mehr als doppelt so hoch wie jener, der bei US-Arbeitnehmern angenommen wird. Zu den Anzeichen für Burnout gehörten zu wenig Zeit im Operationssaal, ein feindseliges Kollegium, unbefriedigende Beziehungen zu Mentoren und soziale Stressfaktoren außerhalb der Arbeit.

Laut Attenello gehen viele der besten und dynamischsten Studenten in die Neurochirurgie. "Leiden sie unter einem Burnout, wird ihr erhebliches Potenzial in der Behandlung von Patienten und möglicherweise auch bei ihren Studien- und Forschungsleistungen für den gesamten Bereich beeinträchtigt." Details wurden im "Journal of Neurosurgery" publiziert.

Quelle: www.pressetext.com/Moritz Bergmann

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