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SAP-Mitgründer: Analyse von Patienteninformationen noch unzureichend

Archivmeldung vom 24.03.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.03.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Hasso Plattner
Hasso Plattner

Foto: Epic-chair
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die großflächige Analyse von Patienteninformationen hilft, Krankheiten besser zu behandeln. Der Markt dafür habe Potenzial - Deutschland aber drohe den Anschluss zu verlieren, warnt SAP-Mitgründer Hasso Plattner im Interview mit dem "Handelsblatt".

"Wir haben die Daten, wir haben ein Wissen, aber wir nutzen es nicht, weil wir es nicht können, und weil wir es nicht dürfen", so Plattner. Das müsse sich ändern, sonst falle Deutschland ausgerechnet in diesem Hoffnungsmarkt zurück. Alle großen Technologiekonzerne melden derzeit Ansprüche in der digitalen Medizin an. Die Claims werden abgesteckt: Apple, Google, IBM — sie investieren Milliarden in die Vernetzung des Gesundheitswesens. Auch SAP hat den Markt als wichtiges Wachstumsfeld für sich identifiziert. Prognosen der Unternehmensberatung Arthur D. Little zufolge soll sich der Markt bis 2020 auf 233 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppeln. Auch Plattner glaubt fest an die Möglichkeiten sogenannter E-Health. Doch faktisch kommen Ideen zur Vernetzung im Gesundheitsbereich kaum voran.

Der SAP-Mitgründer macht dafür die Angst der Deutschen vor dem technischen Fortschritt und die aus seiner Sicht übertriebene Sorge um Datenschutz verantwortlich. Große Projekte zur Digitalisierung fänden dann eben in anderen Ländern statt. "Weil wir hier, bevor wir den ersten Schritt machen, erst einmal die Datenschutzfrage aufwerfen", sagte Plattner. Der Unternehmer und Förderer der Wissenschaft kritisierte aber nicht nur, sondern präsentiert auch einen Lösungsvorschlag, ein überschaubares Pilotprojekt, das sich schnell realisieren ließe. Er plädiere für einen Zusammenschluss verschiedener Spieler aus der Gesundheitswirtschaft: "Wir brauchen Industriekonsortien mit dem klaren Ziel, Systeme zu bauen." Die Politik müsse dazu die Rahmenbedingungen schaffen. Dann könnten Gesundheitsunternehmen, Pharmafirmen, Gerätebetreiber, Ärzte, Forscher, Softwarehersteller, aber auch innovative Vordenker gemeinsam loslegen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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