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Studie: Übersetzungsfehler im Gehirn von Demenzpatienten

Archivmeldung vom 08.02.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.02.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Bild: pixelio.de/Dieter Schütz
Bild: pixelio.de/Dieter Schütz

Bei manchen Demenzerkrankungen werden stille Bereiche des Erbguts irrtümlich in ungewöhnliche Eiweißstoffe übersetzt. Das ergab eine Studie eines internationalen Forscherteams unter Beteiligung des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen und der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Die identifizierten Proteine sollten eigentlich nicht existieren, aber sie bilden den Kern bisher rätselhafter Ablagerungen, die bei genetisch bedingten Störungen des Nervensystems aus dem Spektrum der FTD/ALS-Erkrankungen auftreten. Die Eiweißpartikel sind vermutlich schädlich und könnten daher ein Ansatzpunkt für therapeutische Maßnahmen sein.

Die Frontotemporale Demenz (FTD), mitunter auch Frontotemporale Lobärdegeneration (FTLD) genannt, und die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) zählen zu einer Gruppe von Erkrankungen des Nervensystems mit überlappenden Symptomen: Die Patienten leiden häufig unter einer Demenz, Persönlichkeitsveränderungen oder auch unter Sprach- und Bewegungsstörungen.

Die Krankheit bricht oft schon deutlich vor dem 65. Lebensjahr aus. Die Krankheitsursache ist meist unbekannt, in etwa 30 Prozent der Fälle ist sie genetisch bedingt.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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