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Druckluft-Rollstuhl macht Wasserpark barrierefrei

Archivmeldung vom 13.04.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.04.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
"PneuChair": Dieser Rollstuhl kommt auch mit Wasser klar. Bild: herl.pitt.edu
"PneuChair": Dieser Rollstuhl kommt auch mit Wasser klar. Bild: herl.pitt.edu

Wasser und Elektrizität vertragen sich nicht - ein Problem, das sich auch auf E-Rollstühle erstreckt. Die Human Engineering Research Laboratories (HERL) der University of Pittsburgh haben daher einen Druckluft-Rollstuhl entwickelt. Der aktuelle "PneuChair" ist zwar eher schlicht und robust gehalten, doch ist er auch nicht für den Alltag gedacht. Vielmehr geht es darum, mit der Mobilitätshilfe einen Wasserpark barrierefrei zu machen.

Morgan's Wonderland http://morganswonderland.com ist ein von einer Non-Profit-Organisation geführter Vergnügungspark in San Antonio, für den Barrierefreiheit ein Kernkonzept ist. Im Frühjahr eröffnet dort mit der "Inspiration Island" ein Wasserpark - eine Attraktion also, die für auf E-Rollstühle angewiesene Besucher nicht wirklich zugänglich wäre. Für eben dieses Problem haben die Betreiber am HERL eine Lösung gefunden. Denn dort haben Forscher ohnehin schon an mit Druckluft betriebenen, pneumatischen Rollstühlen gearbeitet.

"Ihre Anforderungen und unsere Arbeit haben im Prinzip perfekt zueinander gepasst", sagt HERL-Leiter Rory Cooper. So kam es zu einer Zusammenarbeit, deren Ergebnis der gut 35 Kilogramm schwere "PneuChair" ist. Er hat zwar nur eine Reichweite von knapp fünf Kilometern, kann aber innerhalb von zehn Minuten mit Druckluft voll "aufgeladen" werden. Bei einem E-Rollstuhl dauert das Akkuladen mehrere Stunden. Insgesamt zehn PneuChairs sollen sicherstellen, dass Morgan's Inspiration Island wirklich jedem offenstehen wird.

Einfache Bauweise

Der PneuChair in dieser Form ist bewusst einfach gehalten und verzichtet aufgrund seiner Bestimmung auf unnötige Elektronik. Das hat einen wesentlichen Vorteil. "Wenn etwas schiefgeht, kann man alle Teile im Baumarkt kaufen", erklärt Brandon Daveler, führend für das mechanische Design verantwortlicher Student am HERL. Die somit leicht zu wartende Mobilitätshilfe könnte nach Ansicht der Forscher somit neben Wasserparks auch für andere Anwendungen, beispielsweise in Einkaufszentren oder auf Flughäfen, interessant sein.

Quelle: www.pressetext.com/Thomas Pichler

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