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Rheinische Post: Das Fest des Hasspredigers

Archivmeldung vom 02.12.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.12.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Für Deutschlands bekanntesten Hass-Prediger steht viel auf dem Spiel: Nachdem der Ex-Boxer Pierre Vogel mit dem Versuch gescheitert ist, Mönchengladbach zum Zentrum einer besonders integrations- und verfassungsfeindlichen Variante des Islam zu machen, droht sein Stern in der islamistischen Szene zu sinken.

Mit der Ankündigung, das christliche Weihnachtsfest in einer Berliner Moschee in eine radikal-islamische Scharia-Veranstaltung zu verwandeln, ist ihm wieder Aufmerksamkeit gewiss. Dass viele in Deutschland lebende Muslime und ihre Religionsvereine sich nicht lautstark von Vogel und seinen "Salafisten" distanzieren, hat einen ganz einfachen Grund: Sie nehmen ihn als Muslim nicht ernst, sondern halten ihn für ein rein deutsches Phänomen. Für etliche auch konservative muslimische Religionslehrer ist Pierre Vogel ein seltsam verkleideter Konvertit, der die arabische Sprache nicht richtig versteht, den Koran falsch auslegt und sich mit seinen Irrlehren geradewegs auf dem Weg in die Hölle befindet. Das macht ihn nicht weniger gefährlich. Mit seiner einfachst gestrickten Islam-Lehre, der man mal eben durch Aufsagen eines Glaubensbekenntnisses am Telefon beitreten kann, kommt er bei jungen verwirrten Männern gut an. Nur mit dem Islam hat das recht wenig zu tun.

Quelle: Rheinische Post

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