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WAZ: Hintzes Plaudereien. Kommentar von Wilhelm Klümper

Archivmeldung vom 20.02.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.02.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Fernsehgucken macht Staatsanwälte schlau. Den Korruptionsermittlern klingelte es während der Jauch-Sendung in den Ohren. Dort plauderte Wulffs Parteifreund Hintze über einen Vermerk aus Wulffs Tagen als Ministerpräsident. Darin habe dieser aufgrund seiner Freundschaft zu Groenewold und der daraus möglichen Ableitung seiner Befangenheit um Gründlichkeit im Zusammenhang mit der Bürgschaft für Groenewolds Firma gebeten.

Der Staatsanwaltschaft war von diesem Vermerk bislang nichts bekannt. Der Bitte um Übersendung der Unterlagen kommt die Staatskanzlei McAllisters nach. In 16 Ordnern finden die Korruptionsermittler auch Passagen, in denen sich Wulff für eine Gewährung von Bürgschaften für die Filmwirtschaft stark macht. Genug Stoff, um die Aufhebung von Wulffs Immunität zu beantragen. Kurz darauf tritt Wulff zurück.

Ironie der Geschichte: Zwei alte Wulff-Freunde haben dessen Sturz beschleunigt. Hintze aus gutmütiger Ahnungslosigkeit, McAllister durch auffallend bereitwillige Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft. McAllister will 2013 wiedergewählt werden. Da könnten alte, in Verruf geratene Freunde wie Wulff hinderlich sein.

Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung (ots)

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