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Frankfurter Neue Presse: Das Endspiel um den Euro

Archivmeldung vom 19.06.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.06.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Die Schicksalswahl vom Sonntag, die aus Sicht von Merkel, Barroso, Juncker & Co. ihr Wunschergebnis hervorbrachte, bedeutet für die Eurozone aber keineswegs das Ende der Krise, sondern bestenfalls eine kurze Verschnaufpause. Die Blaupause dafür haben gestern die Finanzmärkte geliefert.

Die ersten Reaktionen an den asiatischen Märkten waren noch überschwänglich. Auch Europas Börsen öffneten am Morgen mit einem Kurs-Freudensprung. Doch der währte nicht lange. Dunkle Wolken zogen von den Anleihemärkten herbei. Dort kletterten die Renditen für italienische und spanische Staatsanleihen weiter nach oben. Mit dieser Demonstration anhaltenden Misstrauens in die Bonität der dritt- und viertgrößten Euro-Volkswirtschaft schmolzen die Gewinne an den Börsen wieder ab. Die Angst ist zurück. Die Erholung war nur ein Strohfeuer, das sein Licht auf die viel größere Bedrohung für die Eurozone wirft: Spanien und Italien. Das Endspiel um den Euro wird in Rom oder Madrid angepfiffen.

Quelle: Frankfurter Neue Presse (ots)

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