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WAZ: Soldaten sterben in Afghanistan

Archivmeldung vom 03.04.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.04.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Drei tote Bundeswehr-Soldaten an einem Tag, gefallen in einem erbarmungslosen Krieg: Auf einen Schlag tritt die Kundus-Klein-Guttenberg-Affäre samt den damit verbundenen parteipolitischen Scharmützeln in den Hintergrund. Zum Osterfest schleicht sich die blutige afghanische Realität in den deutschen Alltag. Die Taliban, im Süden teilweise geschwächt, weichen mit Macht nach Norden aus. Dort, wo Deutschland das Sagen hat. Die Toten von gestern sind die ersten Vorboten ihrer Frühjahrsoffensive.

Der Bundesregierung wird das noch wehtun. Der von US-Präsident Obama versprochene Strategie-Wechsel, der dem Westen am Hindukusch schon bald einen Abzug in Würde gestatten soll, wird, so sieht es jetzt aus, Stück für Stück zerbombt. Für Deutschland ist die Lage besonders misslich. Die neue Regierung hat der Öffentlichkeit einen befristeten Verbleib der Bundeswehr  mit dem Argument schmackhaft gemacht, man werde sich zuvorderst um die Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte kümmern. Das ist nicht mal die halbe Wahrheit. Von deutschen Soldaten wird erwartet, dass sie den Amerikanern bei der großen Taliban-Hatz ohne Rücksicht auf eigene Verluste zur Hand gehen. Die Folgen sind brutal. Drei Zinksärge kommen bald nach Deutschland.

Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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