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Neue OZ: Vor der Rückkehr?

Archivmeldung vom 14.05.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.05.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Nach einem Rücktritt ist für viele Spitzenpolitiker die Zeit des aktiven Gestaltens weitgehend beendet. Bei Margot Käßmann, Deutschlands prominentester und populärster Protestantin, verhält es sich vermutlich anders. Die 51-jährige ehemalige Bischöfin und frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland hat weder durch ihre Scheidung vor drei Jahren an Beliebtheit eingebüßt noch durch die Tatsache, dass sie im Februar mit 1,54 Promille Alkohol im Blut eine rote Ampel überfahren hat.

Im Gegenteil: Käßmann, die das Scheitern von Menschen auf dem Ökumenischen Kirchentag sogar thematisiert hat, wird in München wie ein Popstar gefeiert. Nicht ohne Grund, denn sie gibt der evangelischen Kirche ein sympathisches Gesicht. Besonders Frauen fühlen sich von ihr angesprochen. Nicht nur viele Protestanten haben daher ihre Entscheidung zum Rücktritt zwar als glaubwürdig und konsequent gewürdigt, diesen Schritt aber zugleich schmerzhaft bedauert. Seit Wochen wird der Verlust dieser charismatischen Führungskraft betrauert.

In München erleben sie eine Theologin, die wieder so selbstbewusst und entschieden auftritt, wie man es seit Langem von ihr gewohnt ist. Der Wunsch ist groß, dass Käßmann erneut eine entscheidende Funktion in der evangelischen Kirche übernimmt. Gut möglich also, dass Käßmann nach einer Zeit des Übergangs wieder in Amt und Würden kommt. 

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

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