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Neue Westfälische: Greenpeace-Protest und Atomausstieg

Archivmeldung vom 23.06.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.06.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Wer denn noch einen Beweis für die Angreifbarkeit von Atomkraftwerken gebraucht hat - gestern hat er/sie ihn bekommen. Zwar wiegelt Betreiber Eon ab - "die Sicherheit des Kraftwerks war zu keiner Zeit betroffen" -, dürfte aber hinter den Kulissen geschäumt haben.

Wenn es möglich ist, dass 50 Umweltschützer mit Ausrüstung quasi handstreichartig ein AKW-Gelände betreten können, von denen 20 dann mit literweise Farbe die Reaktorkuppel erklettern, um dort für die Dauer einer Frühschicht augenfällig Atomkritik anzubringen, dann kann man sich gut vorstellen, zu was eine zu allem entschlossene, gut vorbereitete Terrorgruppe wohl in der Lage wäre. Richtig, es sind nicht nur Atomkraftwerke von Terror bedroht; Anschläge könnten genauso die Wasser- und Lebensmittelversorgung oder die Verkehrsträger treffen. Aber die Risiken der Atomtechnologie sind universell, ein Flugzeugeinschlag, ein vollzogener Anschlag auf dagegen nicht gesicherte Reaktoren hätte räumlich und zeitlich eine andere Zerstörungs-Dimension. Höchste Zeit für das, was Greenpeace und die Grünen fordern: die ältesten Meiler, die wie das Kraftwerk Unterweser seit rund 30 Jahren Kerne spalten, und die verletztlichsten sind, sofort abzuschalten. Für die Versorgung sind sie überflüssig, ihr Weiterbetrieb dient allein dem Profit und das ist nicht Grund genug, uns und unsere Kinder wider besseren Wissens zu gefährden. Der schrittweise Atomausstieg ist vereinbart und ist unter der regierenden Koalition auch nicht gefährdet. Nicht nur in der Union wird aber darauf gedrängt, die Laufzeiten verschiedener Atomkraftwerke zu verlängern. Ob wir vor den unverantwortlichen Risiken dieser Art der Energieerzeugung und der Erblast der ungelösten Atommüll-Entsorgung geschützt werden, entscheiden nicht Greenpeace oder Eon. Sondern die Wählerinnen und Wähler am 27. September.

Quelle: Neue Westfälische

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