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Rheinische Post: Huch, der Fußball ist ja korrupt!

Archivmeldung vom 29.05.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.05.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Ist irgendjemand überrascht davon, dass der Fußball-Weltverband jetzt als zutiefst korruptes Gebilde entlarvt wird? Nein. Wusste doch jeder. Nicht nur den Karnevalisten der Stunksitzung, die in der vergangenen Session sangen "Fifa is 'ne Drecksverein", waren die Machenschaften klar.

Bei der Vergabe der prestigeträchtigsten Ereignisse, beim milliardenschweren Geschacher um Fernsehrechte und Sponsorenverträge ging es in den vergangenen Jahrzehnten allenfalls ausnahmsweise mit rechten Dingen zu. Doch erst jetzt, da die Behörden in der Schweiz und in den USA publicityträchtig zugeschlagen haben, ist die Aufregung groß. Huch! Deutschland hat von den intransparenten Geschäften des globalen Sports häufig profitiert. Wir haben das Sommermärchen 2006 bekommen. Die Frauen-WM 2011 war auch eine nette Veranstaltung. Und am übernächsten Wochenende findet nach dem Münchner "Finale dahoam" 2012 zum zweiten Mal binnen kürzester Zeit ein Endspiel der Champions League bei uns statt, im Berlin nämlich. Es gibt keine Belege für Korruption rund um diese Ereignisse, aber Deutschland hat in dieser schattigen Welt immer gut abgeschnitten. Vielleicht ist deshalb auch der Widerstand gegen Blatter so halbherzig.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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