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Bundestagswahlergebnis beschleunigt Strompreisanstieg

Archivmeldung vom 28.09.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.09.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Die Parteien haben zur Wahl alles mögliche und unter Berücksichtigung der möglichen Regierungskonstellation konträres versprochen. Eine im Sinne der Verbraucherentlastung sowie zur Absicherung der industriellen Arbeitsplätze dringend erforderliche Senkung der Stromkosten sowohl für die privaten wie auch die industriellen Verbraucher hat ausser der ausgeschiedenen FDP keine der im Bundestag vertretenen Parteien im Portfolie.

Nun kommt die aktuelle Apokalypse-Neuauflage des IPPC (Klima-Bericht) gerade recht, für ein grandioses Bürgertäuschungsmanöver, dem ja nun klar gemacht werden muß, dass die zukünftige Regierungskoalition unter fast nicht vertretbaren Kompromissen zustande gekommen ist, um den Wähler-Auftrag zu erfüllen.

Und da wäre es für das Image der Beteiligten ganz schlecht, wenn man seine eigenen Zielpreisgaben wie Mindestlohn-Höhe, Reichensteuersatz, EU-Jammertäler-Stützung, Ausländer-Maut – um nur einige zu nennen, medial ausschlachten lässt. Da wirft man doch besser der Presse angeblich schmerzhaftes Nachgeben im Umfeld Energiewende wie EEG-Quoten-Höhe, vielleicht sogar das gesamte EEG, Direkt-Vermarktung oder Quotenmodell als Zugeständnis hin und handelt die Zugeständnisse bei den Wahlversprechen im stillen Kämmerlein ab.

Damit das medial geräuschvoll abläuft, muß man zunächst die Latten höher legen, und da liefert der IPCC-Bericht wirklich eine Steil-Vorlage. Warten wir hierzu noch ein paar Tage ab, bis die Parteien die Vorlage verarbeitet haben. Aktuelle Statements, noch vor der IPCC-Berichtsvorlage gemacht, zielen schon eindeutig in diese Richtung:
-- Am Freitag hat Minister Altmaier verkündet, dass in Zukunft die Klimarettung ganz hohe Priorität haben muß.

-- Ebenfalls am Freitag hat Frau Eckhard-Göring verkündet, dass man die Energiewende aktuell nicht mit genügender Priorität behandelt hat.

-- Am Donnerstag hat SPD-Bundesratsminister Peter Friedrich in Stuttgart gesagt, wir kämpfen für die Energiewende.  

Zusätzliche Forderungen nach Erhöhung des „Erneuerbaren“-Stromanteils, Verschärfung des Netzausbaus, Reduzierung der Windkraft-Anlagen-Abstandsregelungen werden in den nächste Tagen nur so auf den Bürger aus den Medien niederprasseln.

 Je nach Konstellation werden folgende Szenarien zu erwarten sein

Konstellation

Modell

Treiber

Effekt

50 Cent-Marke (*)

Große Koalition

Quotenmodell mit Auswirkungen auf Altanlagen

CDU

Moderate Strompreissteigerung

2018-19

Schwarz-Grün

EEG-Beibehaltung mit Direktvermarktungs-Ansatz für neue Windkraft-Anlagen

Grüne

Hohe Strompreissteigerung

2018

 

Rot-Rot-Grün

EEG-Beibehaltung mit starker Sozialkomponente

Grüne

/Linke

Hohe Strompreissteigerung mit kommunaler Ausgabenlast

2017 (**)

(*) Die Werte in der Spalte sind hoch spekulativ. Bisher gingen wir auf der Annahme einer konservativen Regierung von einem Erreichen der 50-Cent-Marke zum Jahreswechsel 2019/2020 aus.
Anmerkung: Die Beendigung der Energiewende unter Verzicht auf Bestandsschutz würde den Strompreis unter 20 Cent (von derzeit ca. 28) sinken lassen!
(**) unter Einrechnung der kommunalen Ausgabe (Sozialstrom)

Die Kompromisse im Bereich der relevanten Wahlversprechen werden in den Tornados (nicht in den von den Herren Pachauri (IPCC) und Latif  prognostizierten) der Energiewende-Ideen als leises Windchen nicht mehr wahrgenommen werden.

Quelle: Kommentar von Heinrich Duepmann Vorsitzender NAEB e.V.

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