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Neue OZ: Weniger Weltniveau

Archivmeldung vom 08.02.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.02.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Das ist eine sehr schlechte Nachricht für Berlin: Das Deutsche Guggenheim wird geschlossen. Damit verliert die Hauptstadt einen markanten Kunstort am Prachtboulevard Unter den Linden. Feine Ausstellungen des Hauses mit Künstlern wie Bill Viola und Jeff Wall haben Berlin Weltniveau in Fragen zeitgenössischer Kunst beschert.

Gerade in diesem Bereich hat die Stadt ihre Probleme. Das Experiment der temporären Kunsthalle ist inzwischen beendet, die Frage nach einem repräsentativen Ausstellungsort für Gegenwartskunst unbeantwortet geblieben. Das plötzliche Aus zeigt auch, wie flüchtig eine von Banken und Konzernen unterstützte Kultur sein kann. Hinter dem Schließungsbeschluss steht wohl ein schlichter Strategiewechsel von Deutscher Bank und Guggenheim Museum. Die Konsequenzen sind hingegen einschneidend: Jetzt gibt es spürbar weniger Spitzenkunst in Berlin.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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