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Neue OZ: Ein Schmierentheater

Archivmeldung vom 12.05.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.05.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Im Golf von Mexiko wird derzeit nicht weniger als ein Geniestreich benötigt, um die Ölkatastrophe noch irgendwie in den Griff zu bekommen. Auf der Suche nach Rettung verlieren sich die Protagonisten in Improvisationen, die teils arg nach Lachnummer klingen.

Leider ist es ja nicht zum Lachen. Die Ölpest droht dem Riesendrama der Achtzigerjahre - der Havarie des Öltankers Exxon Valdez den Rang abzulaufen. Fluch und Segen liegen beim Öl nahe beieinander. Das hat der Ölkonzern BP offensichtlich vergessen. Im Golf von Mexiko zu bohren ist wegen der großen Tiefen riskant - aufgrund der geringen Steuerlast aber gleichzeitig sehr lukrativ. Was tut der Konzern? Er greift zu und schöpft ab. Ein Zufall wird es nicht sein, dass BP seine Risikoanalysen stets optimistisch interpretiert hat: Unfälle auf einer Ölplattform? Nahezu unmöglich.

Dass sich der Ölmulti dazu ein grünes Image geben will - etwa ist er in Deutschland Marktführer für Solarzellen -, ist ein Schmierentheater. Ehrgeizige Umweltziele sind gut. Sie greifen aber zu kurz, wenn man gleichzeitig dabei ist, eine neue Jahrhundertkatastrophe heraufzubeschwören. 

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

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