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Rheinische Post: Romneys Weltsicht

Archivmeldung vom 30.08.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.08.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Man kann nur hoffen, dass Papier bleibt, was einige von Mitt Romneys Beratern als außenpolitisches Programm des Kandidaten formuliert haben. Der Welt stünden sonst im Falle von Romneys Wahl ins Weiße Haus wohl turbulente Jahre bevor. Die neue Bescheidenheit der USA wäre passé, würde alten Muskelspielen à la George W. Bush weichen. Darauf läuft zumindest Romneys Rhetorik hinaus, die im Kern auf einer simplen These beruht: Amerika ist einzigartig, das Land der Freien. Deshalb muss Amerika auch im 21. Jahrhundert klar dominieren, gleichsam zum Nutzen der restlichen Welt.

Unter Romney würden Feindbilder scharf nachgezogen, die unter Obama zuletzt eher verblasst sind. Wie gesagt, vorerst sind es nur Thesen. Eigentlich ist der neue Spitzenmann der Republikaner ein pragmatischer Kopf. Aber in den Reihen seiner Partei haben derzeit die Ideologen das Sagen, und der flexible Mister Romney passt sich dem reibungslos an. Vielleicht, so hoffen einige, sind die Ideologen ja schon bald abgemeldet, sollte Romney tatsächlich ins Weiße Haus einziehen. Die Realität ist bekanntlich komplizierter, als es die Hochglanzhefte mancher politischer Denkfabriken glauben machen. Verlassen kann man sich aber nicht darauf.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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