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Rheinische Post: Ungutes Gefühl bei Kreditkarten

Archivmeldung vom 18.11.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.11.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Der Datenklau bei einem Kreditkarten-Dienstleister in Spanien lässt Bankkunden wieder zittern. Der weltweite Missbrauch von Daten hat Milliarden-Dimension und ist auch deshalb so schwer festzumachen, weil es im Einzelfall oft nur Kleinbeträge sind, um die Verbrecher Kunden erleichtern.

Um so wichtiger wäre eine zügige Informationspolitik durch Karten-Anbieter und Banken. Dass beispielsweise die Citibank betroffene Kunden erst dann informieren will, wenn es einen Missbrauch- oder Schadensfall gibt, ist nicht nachzuvollziehen. So lässt sich die Angst von Kunden nicht eindämmen. Wer so handelt, darf sich nicht wundern, wenn ihm die Klientel irgendwann davonläuft. Was derzeit in Spanien passiert, hat aber nicht nur etwas mit tatsächlichen materiellen Verlust-Ängsten zu tun. Es bestätigt sich auch wieder einmal die fatale Erkenntnis, dass es den perfekten Datenschutz nicht gibt. Und bei den Kreditkarten hilft nicht einmal mehr der gebetsmühlenartig wiederholte Ratschlag von Datenschützern, man möge so wenig Informationen wie möglich preisgeben. So lange kriminelle Hacker den Wettlauf mit den Kartenanbietern, ihren Technik-Dienstleistern und den Banken gewinnen, kann man als Kunde nichts verhindern. Das Problem ist fast immer die Technik und nicht der unvorsichtige Kunde.

Quelle: Rheinische Post

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