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Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Rede von Barack Obama/Ölkatastrophe

Archivmeldung vom 17.06.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.06.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Die Rede an die Nation kam aus dem Arbeitszimmer des Präsidenten. Botschaften aus dem Oval Office werden immer dann ausgesandt, wenn es ganz ernste Probleme im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gibt. Doch die Ansprache Barack Obamas anlässlich der Tag für Tag schlimmer werdenden Ölpest hielt keinesfalls das, was der Symbolcharakter der Umgebung versprach.

Das wettern gegen BP und das Androhen von Schadenersatzforderungen bringen die Ölquelle nicht zum Versiegen. Mit Geld lassen sich zwar sichtbare Folgen der Ölflut bekämpfen. Aus der Welt schaffen lassen sich die Auswirkungen der Umweltkatastrophe, die längst globale Bedeutung hat, aber in den nächsten Jahrzehnten nicht. Dazu sprudelt schon zu lange zu viel Öl unkontrolliert aus dem Meeresboden des Golf von Mexiko. Deutlicher denn je steht nach der Rede fest: Obama kann diese Krise nicht ohne Hilfe von BP meistern. Und ohne die politische Opposition ist auch eine veränderte Energiestrategie nicht umzusetzen. Es ist erschreckend, den US-Präsidenten in einer solchen Hilflosigkeit zu sehen.

Quelle: Westfalen-Blatt

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