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Neue OZ: Kommentar zur Milch

Archivmeldung vom 08.05.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.05.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

So brutal kann Marktwirtschaft sein. Der Leidensdruck der Landwirte zeigt, wohin der Mechanismus zwischen Angebot und Nachfrage auch führt: Trotz harter Arbeit kämpfen Bauern um ihre Existenz.

Das Schlimme: Nicht nur die Milchbauern schreiben rote Zahlen. Auch Schweine-, Getreide- und Spargelpreise rutschen in den Keller.

Das Lachen über läppische Preise müsste den Verbrauchern also schon jetzt im Halse stecken bleiben. Denn die große Ackerpleite kann niemand wollen. Gefährdet sind zunächst vor allem die kleinbäuerlichen Betriebe. Auf dem Spiel steht damit auch Kulturlandschaft in den Regionen.

Gegenseitige Schuldzuweisungen, wie sie Handel und Bauernverbände betreiben, helfen in der jetzigen Notlage keinen Deut weiter. Palaver an Runden Tischen mit leeren Versprechungen übrigens auch nicht. Der Lieferboykott 2008 war ebenso im Grunde fruchtlos, weil er die Misere nur hinausgeschoben hat. Bleibt als Ausweg nur eine deutschlandweite Drosselung der Produktion. Doch selbst dieser Schritt böte keine Rettung ohne eine EU-weite Regelung. Wie schwer das wird, zeigt die höchst ungleiche Besteuerung von Agrardiesel innerhalb der EU. Die Lage bleibt sehr ernst. Bauern könnten aus Verzweiflung auf die Barrikaden gehen.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

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