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Lausitzer Rundschau: Wie Weihnachten und Ostern

Archivmeldung vom 07.09.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.09.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Man muss sich die Dimensionen vergegenwärtigen: Die vier Atomstromerzeuger bekommen durch die Laufzeitverlängerung mit einen Federstrich für zwölf zusätzliche Jahre Produktionskapazitäten geschenkt, die größer sind als alle derzeit laufenden Windräder, Fotovoltaikflächen und Wasserkraftwerke zusammen. 22 Prozent der gesamten Elektrizität.

Kapazitäten, die sie praktisch nichts kosten, weil keine besonders umfangreichen Sicherheitsnachrüstungen verlangt werden. Ein solches zusätzliches Stromvolumen hat Auswirkungen, zumal wenn die Regierung darauf beharrt, gleichzeitig auch noch die ebenfalls großtechnische Kohletechnologie weiter auszubauen. Das drückt auf die Rentabilität von Investitionen in erneuerbare Energien. Das ist keine Brücke zur regenerativen Energiezukunft, sondern ein zwölf Jahre langer Umweg, aus dem durch die Übertragung von Strommengen am Ende auch leicht 20 Jahre werden können. Dann sind wir jenseits von 2040. Und: Selbst wenn von den 60 Milliarden Euro Extragewinnen 30 Milliarden abgeschöpft werden, so bleiben 30 Milliarden auf den Konten der vier Oligopole, die sie nicht nur benutzen werden, um ihre Aktionäre glücklich zu machen. Sondern mit denen sie ihre Marktmacht für die Zukunft zementieren werden. Mit diesem Geld werden sie großtechnisch in die erneuerbaren Energien investieren, in Offshore-Windparks und Projekte wie Desertec, denn nur mit Großtechnik können große Konzerne umgehen. Adé Ölquelle auf dem eigenen Dach, adé hocheffizientes Blockheizkraftwerk des kommunalen Versorgers, adé kleiner Windpark. Die Laufzeitverlängerung ist für die Energiekonzerne ein Geschenk wie Weihnachten und Ostern zusammen. Mal sehen, wie sie sich bei der Regierung und den sie tragenden Parteien bedanken. Dass sie es in Form von Preissenkungen für die Bürger tun, ist höchst unwahrscheinlich.

Quelle: Lausitzer Rundschau

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