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Allgemeine Zeitung Mainz: Angst und Bange

Archivmeldung vom 12.04.2008

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.04.2008 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Konkurrenz belebt das Geschäft. Daran ist grundsätzlich nichts Schlechtes. Denn nur so können sich Märkte frei entfalten. Allerdings dürfte selbst dem eingefleischtesten Marktwirtschaftler angesichts der weltweit explodierenden Lebensmittelpreise mittlerweile Angst und Bange werden.

In Europa müssen die Verbraucher für ihr täglich Brot deutlich mehr Geld ausgeben als noch vor einem Jahr. Trotz der wirklich guten Konjunktur bleibt so weit weniger für den Rest des Lebens. Was hierzulande nur schmerzt, entwickelt sich in der Dritten Welt zu einer Katastrophe. "Ich habe Hunger", tönt es zunehmend vor allem aus Afrika, und es bleibt längst nicht mehr nur beim Wehklagen. Schaut man näher hin, so sind es keineswegs nur vereinzelte Missernten, denen man mit Hilfslieferungen rasch beikommen könnte. Vielmehr geraten Angebot und Nachfrage in einer Weise aus der Balance, dass schnelles Handeln dringend geboten ist. Marktwirtschaft, so scheint es, funktioniert auf diesem Sektor weltweit kaum noch, zu stark drängen zum Beispiel China und Indien als Käufer zu fast jedem Preis nach vorn. Unter diesen Umständen wird immer deutlicher, dass auch der Ausbau von Biosprit keine dauerhafte Lösung für die Versorgung der Mobilen auf diesem Globus wird sein können. Millionen Hungernde weltweit zu riskieren, um in Europa zu akzeptablen Preisen Autotanks zu füllen, ist ein gefährlicher Irrweg. Vereinte Nationen, Weltbank und IWF müssen sich schleunigst bewegen, wollen sie nicht wachsende Konfrontationen risikieren. An diesem Wochenende haben sie in Washington Gelegenheit dazu. Die Fakten liegen auf dem Tisch. Sie sind eindeutig und verheißen nichts Gutes.

Quelle: Allgemeine Zeitung Mainz

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