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Neues Deutschland: zum Kandidatengerangel in der USA

Archivmeldung vom 12.04.2008

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.04.2008 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Die erbitterte Auseinandersetzung zwischen Hillary Clinton und Barack Obama um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten hat im US-amerikanischen Wahljahr bisher die Schlagzeilen geliefert. Kurz vorm nächsten Votum im Bundesstaat Pennsylvania kann Obama dort weiter aufholen.

Clinton aber benötigt einen klaren Sieg, um ihre Chancen zu wahren. Denn ihr Kontrahent hat bei den Vorwahlen bislang mehr Stimmen und mehr Delegierte für den Nominierungsparteitag gewonnen. Doch zeichnet sich ab, dass es wohl keinem von beiden gelingen wird, schon vor dem Konvent im August die Entscheidung zu erzwingen. Das dürfte vor allem John McCain freuen, denn einen Sieger dieses mehr und mehr auch unter die politische Gürtellinie rutschenden Zweikampfes gibt es schon: Erstmals liegt jetzt der designierte republikanische Kandidat in den Umfragen praktisch gleichauf mit den demokratischen Rivalen. Ende Februar hatte Obama noch einen Vorsprung von zehn Prozent. Fast mehr noch dürfte die Parteiführung der Demokraten umtreiben, dass ein Viertel seiner Anhänger bei der Präsidentschaftswahl im November lieber für McCain stimmen würde als für Clinton, falls diese Kandidatin ist. Umgekehrt würde sogar ein Drittel der Clinton-Anhänger McCain den Vorzug vor Obama geben. Da klingt der Appell von Parteichef Dean, die Demokraten könnten nur gemeinsam einen Sieg des konservativen Hardliners verhindern, fast schon ein wenig verzweifelt.

Quelle: Neues Deutschland

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