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Neue Westfälische: Undichte Silikonbrüste aus Frankreich

Archivmeldung vom 01.04.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.04.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Fast auf den Tag genau vor zehn Jahren wurde die französische Pornodarstellerin und DD-Ikone Lolo Ferrari tot in ihrem Badezimmer gefunden. Nach insgesamt 22 plastischen Eingriffen hatten ihre Brüste einen Umfang von 130 Zentimetern, was ihr nicht nur einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde, sondern nach Meinung der Anwälte ihres Mannes auch den Tod einbrachte.

Sie sind bis heute davon überzeugt, dass die 37-Jährige nicht ermordet wurde, sondern am Gewicht der Silikonimplantate erstickte. Die tatsächliche Todesursache konnte nie ermittelt werden. Lolo Ferrari war ein Extremfall, eine Schönheits-OP-Wahnsinnige, die über sich sagte, dass sie nichts Natürliches an sich ertragen könne und die in kein Flugzeug stieg - aus Angst, die Plastikteile in ihren Brüsten könnten platzen. Aber sind nicht alle gesunden Frauen, die sich für eine größere Oberweite auf den OP-Tisch legen, Extremfälle? Der aktuelle Skandal aus Frankreich macht deutlich, wie unsicher die Dinger sind. In einer von Idealen und Normen bestimmten Gesellschaft ist die ästhetische Chirurgie jedoch ein lukratives Geschäft, da werden Risiken gerne verharmlost. Dass Probleme mit den Implantaten nicht nur bei Billigprodukten auftreten, zeigte jüngst das Beispiel von Amy Winehouse. Die neuen Brüste der britischen Skandal-Sängerin hatten 40.000 Euro gekostet und liefen trotzdem aus. Diese Fälle sollten Warnung genug sein, wenn sich die Tochter zum Abitur zwei Körbchengrößen mehr wünscht. Am Selbstbewusstsein muss man arbeiten - das kann man sich weder kaufen, noch aufspritzen lassen. Für Frauen mit Brustkrebs, die nach der Operation auf Implantate angewiesen sind, ist die Nachricht jedoch dramatisch. Für sie führt kein Weg dran vorbei, wenn sie ihre Weiblichkeit wieder erlangen wollen. Sie müssen jetzt erneut unters Messer - aber das Vertrauen ist hin.

Quelle: Neue Westfälische

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