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Weser-Kurier über die neue Rockergruppierung Osmanen Germania:

Archivmeldung vom 20.03.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.03.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott

Das Landeskriminalamt tut gut daran, die Osmanen Germania im Blick zu behalten. Die neue Rockergruppe könnte die Szene unkontrolliert aufmischen. Der vorgebliche Boxclub rekrutiert vernachlässigte Jugendliche für den Kampfsport und schafft sich damit einen unglaublichen Zulauf von Anhängern. Die aufgepumpten jungen Männer lassen ihre Muskeln nicht nur im Ring, sondern auch auf der Straße spielen. Für sie sind Hells Angels oder Bandidos schlicht "Alt-rocker".

Die neuen Rocker kommen nicht mit Motorrädern, sondern in Limousinen daher. Sie haben ihre eigene Kutte und ihre eigenen Regeln. Mit martialischen Videos zeigen sie das Gewaltpotenzial, das in ihnen steckt. Die Osmanen Germania machen keinen Hehl aus ihrer türkisch-nationalistischen Einstellung und lassen sich von den "Altrockern" nichts sagen.

Die neuen Rocker mit Migrationshintergrund sind das Gegenteil von Integration. Sie stellen Gebietsansprüche und wollen die Geschäfte im Graubereich zur Illegalität nicht länger anderen überlassen. Es wird nicht leicht für die Kriminalisten, die Szene unter Kontrolle zu behalten. Denn ausgerockt haben die Osmanen Germania noch lange nicht.

Quelle: Weser-Kurier (ots) von Silke Looden