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WAZ: Keine Gnade für Goldman Sachs

Archivmeldung vom 19.04.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.04.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Den Börsen steht eine schwere Woche bevor. Grund dafür, neben der dunklen Aschenwolke über der Luftfahrtindustrie: die herausgekommenen miesen Machenschaften von Goldman Sachs.

Was ist da eigentlich passiert? Die Gold-Manager haben 2007 geldgierigen Banken wie der IKB ein hoch kompliziertes Finanzprodukt angedreht. Und zwar, weil ein Kunde von Goldman, der Hedgefondsmanager Paulson, genau dieses Finanzprodukt zu seinem eigenen Nutzen in die Wertlosigkeit treiben wollte. Den Banken hat Goldman Sachs nichts davon gesagt. Im Gegenteil: Man erweckte den Eindruck, der besagte Hedgefondsmanager würde auf das Finanzprodukt wetten, und nicht dagegen. So einfach sieht die US-amerikanische Börsenaufsicht das komplizierte Geschäft um "synthetische CDOs".

Es geht also schlicht um Betrug und Lüge als Geschäftsidee. 15 Millionen Dollar Provision gingen bei dem schmutzigen Deal an Goldman. Eine Milliarde Dollar verdiente Paulson auf Kosten von IKB & Co.

Sollte man sie juristisch zu fassen bekommen: keine Gnade für die Goldmänner.

Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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