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Neue OZ: Pure Hilflosigkeit

Archivmeldung vom 02.10.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.10.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Die Nerven liegen blank. Bei der NATO, die in Afghanistan vor einer Niederlage steht. Bei der UNO, die sich beim zivilen Wiederaufbau bis auf die Knochen blamiert und den Wahlbetrug von Amtsinhaber Karsai auch noch verlogen deckt, wie der Eklat um den Rauswurf des US-Gesandten zeigt.

Und auch in Washington prallen Forderungen nach einer Truppenaufstockung auf Ablehnung, Skepsis und pure Hilflosigkeit.

Deutschland spielt keine ruhmreiche Ausnahme. Im Gegenteil: Während in den USA zumindest der Ernst der Lage erkannt und über eine richtige Strategie gestritten wird, meiden Spitzenpolitiker von SPD und Union konkrete Aussagen zu Afghanistan. Dabei hätte gerade der Wahlkampf die Möglichkeit geboten, in der Bevölkerung für eine stärkere Akzeptanz des gefährlichen Einsatzes zu werben.

Diese Chance wurde vertan. Stattdessen wird öffentlich verharmlost und beschönigt, während in Hinterzimmern des Verteidigungsministeriums über eine Truppenaufstockung von 4500 auf 7000 deutsche Soldaten nachgedacht wird. Selbst wer solche Pläne befürwortet, muss erkennen: Gegen den Willen der Bevölkerung und ohne ein vernünftiges zivil-militärisches Konzept lässt sich der Krieg nicht mehr lange führen. Bleibt eine politische Wende aus, werden die Taliban siegen.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

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