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Neue Westfälische (Bielefeld): Vorwahlen der US-Republikaner Kaiser ohne Kleider

Archivmeldung vom 02.02.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.02.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Nach der Schlammschlacht ist vor der Schlammschlacht. Mitt Romney hat Newt Gingrich in Florida gedemütigt. 13.000 negative Fernsehspots in einer Woche - so viel schmutzige Wäsche ist lange nicht im amerikanischen Wahlkampf gewaschen worden. Romneys Erfolg quer durch alle republikanischen Schichten täuscht. Der reiche Ostküsten-Liberal-Konservative wird für seinen medialen Vernichtungsfeldzug gegen den nicht minder brachialen, aber weniger solventen Politschlawiner einen Preis zahlen.

Je länger Gingrich im Rennen bleibt, desto teurer und hässlicher wird es. Dabei kommt die dunkle Seite des meist strahlend lachenden Romney zur Geltung. Er hat sich bisher als unbescholtener Anti-Politiker mit stupender Managementerfahrung zu verkaufen versucht, der die Methoden der Washingtoner Clique ignoriert, um an die Macht zu kommen und Amerika zu sanieren. Folklore. Das Gegenteil ist der Fall. Das wird einige Tea-Party-Radikale beglücken. Unabhängige Wähler, und sie werden am 6. November entscheidend sein, könnten sich mit Grausen vor diesem Denunziantentum abwenden. Zumal Romney konzeptionell seit Monaten als Kaiser ohne Kleider durch die Arena stolziert.Keine schlechte Ausgangsposition für Amtsinhaber Barack Obama.

Quelle: Neue Westfälische (Bielefeld) (ots)

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